Informationen gemäß § 65a BWG

Informationen über die Einhaltung der § 5 Abs. 1 Z 6 bis 9a BWG und § 28a Abs. 5 Z 1 bis 5 BWG (Fit & Proper) 

Die EBA-Leitlinie zur Beurteilung der Eignung von Mitgliedern des Leitungsorgans und von Inhabern von Schlüsselfunktionen (EBA/GL/2012/06) sieht vor, dass Kreditinstitute eine Fit & Proper-Policy beschließen müssen, die eine Strategie für die Auswahl und den Prozess zur Eignungsbeurteilung der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen festlegt. Im Mai 2013 hat die Finanzmarktaufsicht dazu ein Rundschreiben veröffentlicht. 

Das Geschäftsführende Direktorium (nunmehr Vorstand) der Wiener Privatbank SE hat im Mai 2013 eine Fit & Proper Policy beschlossen, die im Juli 2013 vom Verwaltungsrat (nunmehr Aufsichtsrat) genehmigt wurde. 

Die Fit & Proper-Policy definiert einen Prozess zur Durchführung von Eignungsbeurteilungen der Organe sowie Inhabern von Schlüsselfunktionen und die Verantwortlichkeiten und Kriterien für die Beurteilung der Eignung und persönlichen Zuverlässigkeit. 

Im Laufe des Jahres 2013 wurden sämtliche bestehende und neu bestellte Mitglieder des Geschäftsführenden Direktoriums (nunmehr Vorstand), des Verwaltungsrats (nunmehr Aufsichtsrat) sowie Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen einer Fit & Proper-Evaluierung unterzogen. 

Fit & Proper Policy der Wiener Privatbank 

Infos über Einhaltung des § 29 BWG

Der Verwaltungsrat (nunmehr Aufsichtsrat) der Wiener Privatbank SE hat einen Vergütungs- und Nominierungsausschuss eingerichtet, dessen Aufgaben in § 39c und § 29 BWG vorgegeben sind. Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss nimmt zukünftig die Fit & Proper-Evaluierung der Vorstände* und der Aufsichtsratsmitglieder* hinsichtlich ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung sowie des jeweiligen Organs (inklusive Performance und Effizienz) in seiner Gesamtheit vor. Zusätzlich ist der Ausschuss für die Nachfolgeplanung und Auswahl geeigneter Kandidaten für Vorstandspositionen zuständig. 

*) Die außerordentliche Hauptversammlung der Wiener Privatbank SE am 19. Dezember 2013 hat eine durchgreifende Neufassung der Satzung beschlossen. Diese hat insbesondere den Wechsel der Organstruktur der Wiener Privatbank von einem monistischen (Geschäftsführendes Direktorium und Verwaltungsrat) in ein dualistisches System (nunmehr Vorstand und Aufsichtsrat) zum Zweck und ist seit 6. Februar 2014 wirksam. 

Infos über §§ 39 und c BWG sowie § 39b BWG

Der Verwaltungsrat (nunmehr Aufsichtsrat) der Wiener Privatbank genehmigte in Umsetzung von § 39 (2) i.V.m. § 39b BWG samt Anlage im Jahr 2011 die „Allgemeinen Grundsätze der Vergütungspolitik“. Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss prüfte diese und ist für ihre Umsetzung verantwortlich. Die Vergütung des Geschäftsführenden Direktoriums (nunmehr Vorstand), leitender Mitarbeiter und des weiteren „Risikopersonals“ hat im Einklang mit diesen Grundsätzen zu stehen. Auf der Ebene der Mitarbeiter berücksichtigt die Vergütungsverordnung den Proportionalitätsgedanken insofern, als nur für einen bestimmten Mitarbeiterkreis die strengen Anforderungen gelten. 

Neben den Geschäftsleitern (nunmehr Vorstand) sind nur die Mitarbeiter betroffen, deren Tätigkeiten das Gesamtrisikoprofil wesentlich beeinflussen. 

Erfolgsabhängige Vergütung muss die Leistung des Mitarbeiters und seiner Abteilung als auch das Gesamtergebnis des Instituts berücksichtigen, wobei der individuelle Erfolgsbeitrag auch an qualitativen, nicht-finanziellen Parametern gemessen werden muss. 

Vergütung des Geschäftsführenden Direktoriums (nunmehr Vorstand)

Das Vergütungssystem der Wiener Privatbank SE sieht einen fixen sowie einen variablen Gehaltsbestandteil für das Geschäftsführende Direktorium (nunmehr Vorstand) vor. Für die Zuerkennung einer Bonifikation sind einerseits qualitative sowie quantitative Kriterien ausschlaggebend. Je nach Erreichen der gesetzten Ziele kann der variable Anteil des Gehalts bis zu 100 % des Fixbezuges betragen. 

Die Bonifikation des Geschäftsführenden Direktors (nunmehr Mitglied des Vorstandes) „Markt“ setzt sich zu 75 % aus einer quantitativen (Ergebnis-betreffende Ziele) und zu 25 % aus einer qualitativen Komponente zusammen. Bei der Bonifikation des Geschäftsführenden Direktors (nunmehr Mitglied des Vorstandes) „Marktfolge“ erfolgt eine Gewichtung von jeweils 50 %. Damit einer entsprechenden Nachhaltigkeit Rechnung getragen wird, wird bei den Zielvereinbarungen der qualitativen und quantitativen Paramenter ein 3-jähriger Vergleichszeitraum angesetzt. Gemäß Z 12 der Anlage zu § 39b BWG werden die Bonifikationen der Geschäftsführenden Direktoren (nunmehr Mitglieder des Vorstandes) zu mindestens 40 % auf fünf Jahre zurückgestellt. Im Sinne der Ex-Post-Risikoadjustierung werden erworbene zurückgestellte Bonifikationen jährlich einer Überprüfung unterzogen und erst nach Beschlussfassung ausbezahlt. 

Weitere Informationen, insbesondere alle Angaben nach § 64 Abs. 1 Z 18 und 19 BWG sowie die Zusammensetzung der genannten Ausschüsse des Verwaltungsrates (nunmehr Aufsichtsrates) werden im Geschäftsbericht veröffentlicht. Für das Jahr 2015 wird dieser voraussichtlich Ende April 2016 auf der Website der Wiener Privatbank SE unter www.wienerprivatbank.com/investor_relations_ad_hoc/ zur Verfügung stehen. 

Wiener Privatbank SE 

Wien, 2015, 2016

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